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	<title>Geschichten, die mein Leben schreibt</title>
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		<title>Meine Tageszeitung&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Mar 2012 18:19:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nathalie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute Morgen&#8230; &#8230;4:10 Uhr&#8230;Vor meinem nachts gekippten Fenster, unter dem ich schlafe, führt der Weg vom Gartentor bis zum Hauseingang lang, wo sich auch die Briefkästen befinden. Das sind ca. 10 Meter Weg&#8230; Zu besagter Uhrzeit höre ich osteuropäisches Gemurmel auf dem Weg, dann ein schleppendes Stapfen bis zum Eingang. Nachdem es sich ausgesprochen leise [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3 id="postTopic74946">Heute Morgen&#8230;</h3>
<div>&#8230;4:10 Uhr&#8230;Vor meinem nachts gekippten Fenster, unter dem ich schlafe, führt der Weg vom Gartentor bis zum Hauseingang lang, wo sich auch die Briefkästen befinden. Das sind ca. 10 Meter Weg&#8230;</p>
<p>Zu besagter Uhrzeit höre ich osteuropäisches Gemurmel auf dem Weg, dann ein schleppendes Stapfen bis zum Eingang. Nachdem es sich ausgesprochen leise an den Briefkästen zu schaffen gemacht hatte (sonst quietscht der Deckel beim Öffnen und hinterher wird er mit einem *klong* (Metall auf Metall) wieder zugeworfen), entfernt sich das Gemurmel wieder.</p>
<p>&#8230;4:20 Uhr&#8230;</p>
<p>Glockenhelle Stimmen von der Gartenpforte, schätzungsweise mittleres bis gehobenes Alter&#8230;</p>
<p>*da musst du in den ersten Briefkasten nur eine reinmachen*</p>
<p>(ah, wir arbeiten jemanden ein)</p>
<p>Schritte bis zu den Briefkästen&#8230;</p>
<p>Zweite Stimme &#8211; über 10 Meter zu der Ersten: *da ist schon eine drin*</p>
<p>(muss wohl das Gemurmel gewesen sein)</p>
<p>Erste Stimme (10 Meter) *wie, da ist schon eine drin?*</p>
<p>(Mädels, gut jetzt &#8211; es ist eine Zeitung da, zieht einfach weiter&#8230;)</p>
<p>Zweite Stimme (10 Meter): *na, da ist schon eine Zeitung drin*</p>
<p>(Ok, ich bin wach, reicht mir die Zeitung doch bitte gleich durchs Fenster rein&#8230;)</p>
<p>Erste Stimme (10 Meter) *eine von heute?*</p>
<p>Geprummel an meinem Briefkasten (genauso sah die Zeitung hinterher auch aus &#8211; mit Riss in der Mitte)</p>
<p>Zweite Stimme (10 Meter) *ja, von heute*</p>
<p>(Määädels?? Soll ich euch auch gleich nen Kaffee mitkochen oder geben wir uns jetzt geschlagen??)</p>
<p>Zu meinem Glück kam das osteuropäische Gemurmel in diesem Moment zurück &#8230;kurzes Palaver an der Straße und man zog weiter.</p>
<p>Schlafen konnte ich danach allerdings nicht wieder&#8230;</p>
</div>
<div></div>
<div>&#8230;an dieser Stelle dann noch einen netten Gruß an die PAZ <img src='http://www.fammats.de/MyLife/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </div>
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		<title>Ein herbstlicher Abend…</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Nov 2011 08:36:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nathalie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir haben Karten für eine Lesung. Christoph Maria Herbst liest in Hannover im Theater am Aegi aus seinem Buch „Ein Traum von einem Schiff“. Ich hatte das Buch und eine Karte im Juli meiner Mutter zum Geburtstag geschenkt und eine Karte für mich dazu gekauft. Nun sollte es also soweit sein, am 7. November steigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben Karten für eine Lesung. Christoph Maria Herbst liest in Hannover im Theater am Aegi aus seinem Buch „Ein Traum von einem Schiff“. Ich hatte das Buch und eine Karte im Juli meiner Mutter zum Geburtstag geschenkt und eine Karte für mich dazu gekauft.</p>
<p>Nun sollte es also soweit sein, am 7. November steigen meine Mutter und ich ins Auto und fahren nach Hämelerwald. Dort stellen wir das Auto ab, um mit der Bahn nach Hannover zu fahren. Planmäßig würden wir dann um 19:07 Uhr in Hannover sein, um 20 Uhr beginnt die Lesung…das ist mehr als genug Zeit für den Fußweg vom Bahnhof zum Aegi, wir würden sogar vorher noch ein Schlückchen trinken können.</p>
<p>Das Unternehmen klappt auch bis Lehrte…dann stehen wir.</p>
<p>Nach ein paar Minuten kommt eine Durchsage, dass wir wegen eines dringenden medizinischen Notfalls im Zug ein paar Minuten Aufenthalt hätten, wir würden auf einen Krankenwagen warten. Diese Durchsage überrascht mich auf Grund ihrer ausführlichen Erklärung, normalerweise läuft auch sowas bei der Bahn noch unter technischer Störung.</p>
<p>Wir stehen…ein Krankenwagen kommt an…wir stehen und stehen und stehen. Unsere Spekulationen schwanken zwischen positivem Denken („Vielleicht bekommt da gerade eine Frau ein Kind“) und tiefster Schwarzseherei („Vielleicht hat da einer einen Herzinfarkt und die müssen ihn erst reanimieren, bevor sie ihn in den Krankenwagen umladen können“). Der Zeiger der Uhr rückt erbarmungslos Richtung Lesungsbeginn. Langsam werden die Aussichten mau, dass wir pünktlich da sein werden.</p>
<p>Mit mehr als einer halben Stunde Verspätung rollen wir wieder an. Wird knapp, aber wir können es schaffen…kurz vor Hannover Hauptbahnhof: Der Zug steht. Durch unsere Verspätung müssen wir warten bis das Gleis wieder frei wird, denn um diese Zeit rollt nun mal der dickste Berufsverkehr. Endlich stehen wir im Bahnhof und die Türen öffnen sich…</p>
<p>Wir streben Richtung Ausgang am Ernst-August-Platz, was zum Nahkampf wird, weil eigentlich alle anderen Leute zum Feierabend in den Bahnhof reinwollen und uns entgegenkommen.</p>
<p>Geschafft! Wir stehen vor dem Bahnhof…schauen auf die Uhr, schauen uns an und schauen nach links: Taxen!! Ein kurzer Blickwechsel, ein Nicken und im Laufschritt entern wir die erste und bitten um die kurze Fahrt zum Aegi. 20 Uhr kommt immer näher…der Taxifahrer ist ein lustiger älterer Herr, wir vermuten italienische Abstammung, der die ganze Fahrt dermaßen mit uns flirtet und scherzt, dass wir nach wenigen Minuten mit Lachtränen in den Augen wieder aus dem Taxi krabbeln.</p>
<p>Geschafft!! Sogar noch 5 Minuten vor Beginn! Wir ahnen zu diesem Zeitpunkt aber nicht, dass da noch was kommt…</p>
<p>Wir betreten das Theater und flitzen, nachdem unsere Karten entwertet (also durchgerissen) wurden, zielstrebig auf die Spinde zu, um unsere Jacken zu verstauen. Wir werfen einen Euro ein und schließen ab. Ich greife in meine Tasche, um das Handy auszuschalten und stelle fest, dass es in meiner Jackentasche ist – im Spind… und laut! Ich öffne den Spind wieder, fische mein Handy aus der Jackentasche und suche den Pfand-Euro…nix Pfand – der Spind ist ein Sparschwein und ich muss einen weiteren Euro investieren.</p>
<p>Nichts wie rein auf unsere Plätze. Unsere Reihe 19 ist schon bis kurz vor die Mitte besetzt. Als alle schon aufstehen wollen, um uns durchzulassen, werde ich misstrauisch: in der Mitte steht nämlich über drei Reihen ein Holzaufbau, in der Breite über bestimmt 10 Plätze.</p>
<p>Ich gehe in der Reihe davor, die noch leer ist, bis zur Mitte und gucke: Mein Platz ist haarscharf neben der Holzkante, der meiner Mutter unter der Holzkonstruktion.</p>
<p>Also wieder raus und zum Kartenabreißer am Eingang. Wir erhalten von ihm die Info „Warten Sie einfach, bis es anfängt“. Meine Mutter guckt ihn milde lächelnd an: „und dann löst sich der Holzaufbau in Luft auf?“</p>
<p>„Nein, dann gucken Sie, wo noch was frei ist und setzen sich dorthin“</p>
<p>„Das ist jetzt nicht Ihr Ernst, oder?“ wage ich nachzufragen, worauf er uns an die Kasse verweist „Vielleicht können die was für sie tun“.</p>
<p>An der Kasse kann man. Ohne großes Aufheben greift man sich dort unsere Karten, streicht Reihe 19 durch und schreibt von Hand Reihe 9 und neue Plätze darauf. Wir verbessern uns auf einen Schlag um bestimmt 10,- Euro.</p>
<p>In dem Moment, in dem wir endlich in unsere Sitze plumpsen, betritt auch schon Christoph Maria Herbst die Bühne und es geht los…</p>
<p>Zu der Lesung selbst schreibe ich später noch was <img src='http://www.fammats.de/MyLife/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Sänk ju vor träwelling&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 19:16:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nathalie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin heute von Stuttgart nach Braunschweig gefahren…mit der Bahn. Letzten Montag bin ich von Braunschweig nach Stuttgart gefahren, aber jene  Fahrt verlief relativ reibungslos, zumindest  wenn man bedenkt, dass wir eben von der Deutschen Bahn sprechen. Wir mussten lediglich irgendwo hinter Kassel mitten in der Botanik parallel zu einem anderen  &#8211; liegen gebliebenen &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin heute von Stuttgart nach Braunschweig gefahren…mit der Bahn.</p>
<p>Letzten Montag bin ich von Braunschweig nach Stuttgart gefahren, aber jene  Fahrt verlief relativ reibungslos, zumindest  wenn man bedenkt, dass wir eben von der Deutschen Bahn sprechen. Wir mussten lediglich irgendwo hinter Kassel mitten in der Botanik parallel zu einem anderen  &#8211; liegen gebliebenen &#8211; ICE  anhalten, um ihn zu evakuieren. Rechts runter 5 m Böschung, links runter 5 m Böschung und oben auf den beiden Gleisen verband man die beiden ICE mit Hilfe von Rampen, um mit 500 Fahrgästen aus dem liegen gebliebenen Zug unseren, schon ziemlich vollen, ICE zu fluten. Das brachte aber außer 35 Minuten Verspätung lediglich zwei weitere ungeplante Stopps mit sich, um die gestrandeten Fahrgäste wieder los zu werden. Diese bekamen übrigens als Wiedergutmachung noch ein Gratisgetränk in unserem Boardrestaurant und einen „Geschenkgutschein“. Da das Boardrestaurant ziemlich schnell den Überblick verlor, bekamen alle Zugreisenden ihre Getränke gratis…</p>
<p>Heute dann die Rückfahrt, von der ich eigentlich erzählen will…</p>
<p>Unsere Schulung war so zeitig zu Ende, dass ich mit einer Kollegin beschloss, schon eine Stunde eher zurückzufahren. Eine weitere Kollegin schloss sich uns noch an, sie musste allerdings nur bis nach Frankfurt mit, da sie noch eine weitere Reise plante. Die letzten beiden beschlossen, erst noch Mittag zu essen und wie geplant eine Stunde später zu fahren.</p>
<p>Als wir am Stuttgarter Bahnhof sind, beglückwünschen wir uns zu dieser Entscheidung, denn dieser  ICE eine Stunde vor unserem geplanten würde durchfahren bis Braunschweig während wir bei dem geplanten Zug eine Stunde später hätten in Mannheim umsteigen müssen. Ich sollte noch betonen, dass wir Freitagnachmittag haben und das Passagieraufkommen entsprechend hoch ist.</p>
<p>Nur leider erscheint plötzlich auf der Anzeigetafel der Hinweis, dass eben dieser ICE ausfallen würde auf Grund einer technischen Störung …nun weiß der erfahrene Bahnreisende, dass sich hinter dem Begriff „technische Störung“ bei der Bahn so ziemlich alles verbergen kann  &#8211; aber dazu schreib ich später noch mehr…</p>
<p><strong>1. Auskunft:</strong> Wir fragen in der „DB-Lounge“ nach und erfahren, dass ein IC als Ersatz fahren würde und wir in Mannheim und später in Frankfurt umsteigen müssten. Na gut…wenn es denn so sein soll. Rauf auf Gleis 10, auf dem sich die Reisenden bereits dicht an dicht drängeln.</p>
<p><strong>2. Auskunft:</strong> Unsere Kollegin, die nur bis Frankfurt will, wird misstrauisch „ich habe da eben so was gehört wie *der fährt  nicht nach Frankfurt*. Ich frag noch mal“. Sie erwischt einen Bahnmitarbeiter auf dem Bahnsteig, der ihr erzählt, dass der Zug in Mannheim umetikettiert wird (wir also doch nicht umsteigen müssen),  dann nach Frankfurt weiterfährt und dann durch bis Braunschweig. Der gleiche Zug durch bis Braunschweig?? Klasse! Wir würden die ganze Zeit in einem Zug bleiben können.</p>
<p><strong>3. Auskunft:</strong> Wir erwischen Plätze gleich vorne im IC direkt im ersten Wagen, in dem auch der Führerstand ist, wodurch wir die restliche Reise direkt am Geschehen sind…das ahnten wir aber zu dem Zeitpunkt noch nicht. Wir sind immer noch verunsichert und fragen einen der zahlreich in diesem Wagen rumturnenden Bahn-Mitarbeiter, wo dieser Zug langfahren würde. Er erzählt uns,  dass der Zug in Mannheim umetikettiert wird, allerdings nicht über Frankfurt Hauptbahnhof sondern nur über Frankfurt Süd fährt (Kollegin nach Frankfurt muss also doch in Mannheim umsteigen) und dann über Darmstadt (wo er wieder umetikettiert wird) bis nach Göttingen. Wo der Zug danach weiterfährt, weiß er noch nicht, aber wir nach Braunschweig können ja bis Göttingen sitzen bleiben und von da aus „irgendwie“ weiterfahren… Klasse, ich sitze in einem fahrenden Zug, der noch nicht weiß, wo er hinfährt…</p>
<p><strong>4. Auskunft:</strong> Passagiere, die die Plätze vor uns haben, erzählen uns, dass sie die Info haben, dass dieser Zug durchfahren würde bis Berlin Ostbahnhof. Das wäre ihnen gesagt worden, denn da wollten sie mit ihren Fahrrädern hin.  Wir kommen nach kurzem Überlegen zu dem Schluss, dass, wenn er von Göttingen nach Berlin fährt, unsere Chancen für einen Halt in Braunschweig gut stehen.</p>
<p>Unsere Kollegin verlässt uns in Mannheim und entert ihren ICE nach Frankfurt. Wir bleiben sitzen und sind weiter arg misstrauisch, werden aber beruhigt mit „der Zug hier fährt doch wenigstens in die richtige Richtung“. Na schönen Dank!</p>
<p><strong>5. Auskunft:</strong> Die Zugdurchsage ertönt und teilt uns mit, dass der Zug via Göttingen nach Berlin fährt, aber dass Reisende nach Braunschweig oder Hildesheim bitte auf weitere Durchsagen achten, man würde uns mitteilen, wie wir fahren müssen bzw. wann wir wohin umsteigen müssten. Klasse!</p>
<p>Der Zug trödelt, der IC unterschreitet noch RE-Tempo und nähert sich der Durchschnittsgeschwindigkeit einer Draisine an.</p>
<p>In Darmstadt halten wir wieder an…und bleiben stehen…und stehen…und stehen. Irgendwann schnappen wir aus dem Führerstand den Satz auf: „Wir haben keinen Lokführer&#8221;&#8230; Hä??. Mit mittlerweile 56 Minuten Verspätung setzt sich der Zug irgendwann wieder in Gang (offenbar hatte man einen Lokführer auftreiben können…) und die Durchsage entschuldigt sich für die Wartezeit mit der Begründung „technische Störung“.</p>
<p><strong>6. Auskunft:</strong>  Auf dem Weg nach  Fulda teilt uns die Durchsage mit, dass Reisende nach Braunschweig und Hildesheim bitte in Fulda in den ICE 374 umsteigen, der dann über Kassel, Göttingen nach Braunschweig weiterfährt. Klasse! Das ist der ICE, den wir ursprünglich (eine Stunde später) nehmen wollten in Stuttgart und in dem unsere beiden Kollegen sitzen und bisher vermutlich eine völlig stressfreie Reise hatten! Die hatten uns nun trotz Aufenthalt in Mannheim eingeholt.</p>
<p>Plötzlich eine weitere Durchsage „Der Zugchef bitte dringend in Wagen 9 kommen, der Zugchef bitte dringend in Wagen 9 kommen“.</p>
<p>Hö? Muss der nicht den Zug fahren? Mit eiligem Schritt kommt eine bahnuniformierte Dame aus den Tiefen des Zuges in die Lok gewuselt und übernimmt, während der Lokführer Richtung Wagen 9 flitzt. Meine Kollegin überlegt, ob der sich nun um das verstopfte Klo kümmert…wir stellen uns den Lokführer mit Pümpel in der Hand vor und bekommen einen Lachflash.</p>
<p>Übers Handy kontaktieren wir die Kollegen im anderen Zug und bitten schon mal vorsorglich um Sicherung von Plätzen.</p>
<p>Fulda. Der Zug hält, wir steigen aus…und stehen mal wieder auf einem Bahnhof… Augenscheinlich ist um Wagen 9 herum eine Menge los, aber mehr sehen wir von vorne  aus leider nicht. Eine Zugbegleiterin erklärt uns „technische Störung“ während die stille Post der Passagiere auf dem Bahnsteig von Schlägerei und Polizei spricht.</p>
<p>Der IC fährt nicht wieder an. Die Reisenden werden so weit wie möglich mit einer  erstaunlichen Fürsorge durch plötzlich auftauchende zahlreiche Servicemitarbeiter zu anderen Fulda passierenden Zügen geleitet. Teilweise persönlich und mit Tür aufhalten. Auch die beiden vor uns mit ihren Fahrrädern werden umgesetzt in einen anderen ICE nach Berlin. Der IC steht und steht und steht…mal wieder. Eine ältere Dame erkundigt sich bei einem Servicemitarbeiter, ob sie mit dem nach Berlin fahren könne. Ich mische mich ein und rate ihr grinsend, in das Ding lieber nicht einzusteigen. Inzwischen müssen auch die rumstehenden Bahnmitarbeiter in Bezug auf diesen IC eine Bankrotterklärung abgeben: sie haben selbst keine Ahnung mehr, ob es weitergeht, wann und wie.</p>
<p>Wir warten auf unseren ICE, finden unsere Kollegen, ergattern Sitzplätze und bringen die restliche Strecke von Fulda nach Braunschweig völlig entspannt hinter uns. Während meine Kollegin überlegt, warum wir nicht gleich auf den zweiten Zug gewartet haben, dann hätten wir einen völlig stressfreien Tag gehabt, amüsiere ich mich köstlich…immerhin habe ich die ganze Zeit unterwegs schon Notizen für diesen Blog gemacht…</p>
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		<title>Die moderne Kunst und ich&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 15:22:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nathalie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Storys]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe ein ausgesprochen gestörtes Verhältnis zu moderner Kunst. Es fällt mir schwer, etwas als Kunst zu akzeptieren, was in ähnlicher Forum in tausenden von Haushalten an den Kühlschränken in den Küchen hängt, weil die Kinder des Hauses dies im Kindergarten produziert haben. Zu Teenagerzeiten war ich auch einmal mit meinen Eltern im Sprengelmuseum (Museum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe ein ausgesprochen gestörtes Verhältnis zu       moderner Kunst. Es fällt mir       schwer, etwas als Kunst zu       akzeptieren, was in ähnlicher Forum in tausenden von Haushalten an       den Kühlschränken in den Küchen hängt, weil die Kinder des Hauses       dies im Kindergarten produziert haben.</p>
<p>Zu Teenagerzeiten war ich auch einmal mit meinen Eltern im       Sprengelmuseum (Museum für moderne Kunst)       in Hannover. Allerdings nur deswegen, weil uns damals dort vor der       Haustür ein Gewitterschauer überrascht hatte. Ich erinnere mich       lebhaft an ein großflächiges Gemälde, an das offenbar aus einiger       Enfernung Klumpen von Fingerfarbe gefeffert worden war. Mitten in       den Farbklumpen pappte ein alter Turnschuh, aus dem ein Schlauch       in die Farbmasse führte.</p>
<p>1986 begann ich meine Ausbildung in einem Braunschweiger       Versicherungsbüro. Mein Chef war ein begeisterter Anhänger       moderner Kunst und förderte auch       junge &#8220;Talente&#8221;. Auch war er mit dem damaligen Vorsitzenden des       Sprengelmuseums befreundet.</p>
<p>1988 begann die Erweiterung des Büros, es kamen Büroräume in der       zweiten Etage zum bestehenden Ladenbüro. Diese Räume mussten erst       durchrenoviert werden. Wände wurden versetzt, Kabelschächte       aufgestemmt, Wände neu verputzt usw..</p>
<p>Als die Aufräumarbeiten begangen, ging ich durch die Räume,       sammelte rumliegendes Papier ein. Mit einem &#8220;kann das auch weg?&#8221;       griff ich nach einem Stück Packpapier mit Mörtelresten und       feuchten Flecken.</p>
<p>Ein Aufschrei meines Chefs stoppte mich: &#8220;Das ist das Werk von       DEMUNDDEM&#8221;. Oooops&#8230;.</p>
<p>Stockbeleidig schnappte er sich das von mir verschmähte Kunstwerk und stapfte aus dem Haus.       Wenig später hin es gerahmt und hinter Glas an der Wand. Für mich       sah es immer noch aus wie eine der Unterlagen, die der Maurer       hinterlassen hatte, nachdem er die Kabelschlitze wieder       zugekleistert hatte&#8230;</p>
<p>Drei Wochen lang ignorierte ich dann ein weiteres Werk, was       plötzlich auf einem der Besprechungstische lag und dem Aussehen       nach vom gleichen Künstler stammte.</p>
<p>Irgendwann benötigte ich den Tisch und fragte meinen Chef, wann er       das denn mal zum Rahmen mitnehmen würde. Er blickte mich mit einer       Mischung aus Mitleid und Verachtung an&#8230;dann nahm er das &#8220;Werk&#8221;       knüllte es zusammen und warf es in einen Mülleimer: &#8220;das ist doch       nur Abdeckpapier&#8221;</p>
<p>Seitdem weiß ich, dass die moderne Kunst       und ich nie Freunde werden&#8230;</p>
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		<title>Im Baumarkt 27.06.2011</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Jun 2011 16:51:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nathalie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute war es mal wieder soweit…ich sah mich gezwungen einen Baumarkt zu betreten, was unweigerlich wieder dazu führen würde, meine mangelhaften Heimwerkerkenntnisse zu offenbaren. Vielleicht sollte ich erst noch die Vorgeschichte erwähnen: Das Licht in meinem Backofen ging nicht mehr! Nun weiß ich nicht, wer auf die Idee kam, das Licht in diesem Gerät hinten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute war es mal wieder soweit…ich sah mich gezwungen einen Baumarkt zu betreten, was unweigerlich wieder dazu führen würde, meine mangelhaften Heimwerkerkenntnisse zu offenbaren.</p>
<p>Vielleicht sollte ich erst noch die Vorgeschichte erwähnen: Das Licht in meinem Backofen ging nicht mehr! Nun weiß ich nicht, wer auf die Idee kam, das Licht in diesem Gerät hinten an der Rückfront rechts oben in die Ecke zu quetschen, war aber heilfroh, dass es keine Zeugen dafür gab, wie ich mich von links halb kniend quer über die offene Tür des Backofens bis in die rechte hintere Ecke reckte. Normalerweise reicht meine Armlänge entweder nur diagonal über die Tür oder diagonal durch den Backofen. Hier musste ich die  doppelte Distanz überbrücken, wodurch mein Oberkörper über der Tür hing, meine Schulter an den Rand des Backofens stieß und so meine Fingerspitzen die Lampe berührten. Ohne zu sehen, was ich tat (mein Kopf befand sich logischerweise in dieser Haltung oberhalb des Backofens, in Höhe der Herdplatten), drehte ich die Glasverblendung der Leuchte raus und  drehte dann an dem kleinen Glühbirnchen. Glühbirnchen wollte sich aber nicht drehen lassen…ich setzte etwas mehr Kraft ein und siehe da: mit einem Knirschen löste sich die Birne…zumindest die Birne, denn die hatte ich dann in der Hand während das Schraubgewinde derselben noch bombenfest in der Verankerung saß. Also gut, eine Zange muss her…typisch Frauenhaushalt, die einzig auffindbare Zange war eine alte Kombizange aus Opas Erbmasse. Vermutlich noch aus Kriegstagen.</p>
<p>Schon mal versucht, ohne etwas sehen zu können (wir erinnern uns: der Kopf und damit zwangsläufig auch die Augen befinden sich oberhalb des Backofens) eine alles andere als filigrane Zange genau SO anzusetzen, dass man es schafft, in der winzigen Fassung einen Rand des noch winzigeren Schraubgewindes so zu fassen zu bekommen, dass es sich drehen lässt? Irgendwann war ich soweit und trotz der Schwierigkeit, dass mein Arm sich nicht unbegrenzt um sich selbst drehen lässt, bekam ich durch gefühltes dreiundzwanzigmaliges Neuansetzen der Zange (mit dem bekannten Zeitaufwand bei jedem Versuch) irgendwann das Schraubgewinde aus der Fassung.</p>
<p>Was wollte ich nun eigentlich damit sagen? Achja, der Baumarkt!</p>
<p>Ich entdeckte in Angebotskörben im Mittelgang auch sofort Markenbirnen im Angebot, die genauso aussahen wie meine! Ich lieferte meinen Fund aus dem Körbchen und die alte kaputte Birne bei einem Mitarbeiter ab und fragte ihn, ob das die gleiche sei. Er guckte die alte durchgeschmorte Birne an, dann mich…dann führte er die alte Birne dicht vor seine Augen und versuchte die Beschriftung zu entziffern. Dann nahm er die neue Birne und fragte mich „Für einen Kühlschrank, ja?“ ähm…&#8221;nein…für einen Herd!&#8221; Aus seinen Blick sprach väterliche Geduld, dabei war er bestimmt 10 Jahre jünger als ich…“die hier ist für einen Kühlschrank“ Er ging zu den Körbchen und fasste in ein anderes „und die hier sind für den Herd“. Aha! „und warum hat meine mitgebrachte Birne 25 Watt und die Herdbirne hier nur 15 Watt?“  Er zögerte kurz und wanderte dann zu den Regalen – ich hinterher. Aber auch hier hatten alle  Herdbirnen 15 Watt. Ich beschloss, dass ich bei 15 Watt auch genug sehen könnte von meinem Essen und dass ich die aus dem Mittelgang nehmen würde.  Der Mitarbeiter war erleichtert.</p>
<p>Aber so schnell kam er mir nicht davon! Ich wollte ja noch eine Verlängerungsschnur kaufen.  Wie lang die sein soll, fragte er mich. Ach herrje….2 Meter vielleicht? Er nahm eine zwei Meter lange Verlängerungsschnur aus dem Regal „so eine oder brauchen sie eine flache?“. Flach? Ich zögerte…“ich brauch die für mein Bügeleisen“ ..ok, war vermutlich eine typische Frauenantwort, sein Blick sprach Bände: “dann ist die hier die Richtige“…aber ich hatte es mir noch einmal genau überlegt „wissen Sie, ich möchte doch 3 Meter“. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, er hat geseufzt, als er das eine Kabel wieder weglegte und mir das längere in die Hand drückte.</p>
<p>Ich war aber noch nicht fertig mit ihm, denn ich brauchte noch Weichen für Antennenkabel…aber das ist eine neue Geschichte…</p>
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		<title>Kontaktsuche &#8211; 2. Teil (19.06.2011)</title>
		<link>http://www.fammats.de/MyLife/?p=69</link>
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		<pubDate>Sun, 19 Jun 2011 08:20:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nathalie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe dann also mein Foto hochgeladen und musste mich dann für den Echtheitsbeweis neu fotografieren lassen. Auf dem Foto muss ich einen Zettel über meinen Kopf halten (!), auf dem groß und deutlich mein Nick steht und darunter das Tagesdatum&#8230; und vor dem Datum ein Herzchen malen und dahinter einen Stern (Kein Witz!!) Meine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe dann also mein Foto hochgeladen und musste mich dann für den  Echtheitsbeweis neu fotografieren lassen. Auf dem Foto muss ich einen  Zettel über meinen Kopf halten (!), auf dem groß und deutlich mein Nick  steht und darunter das Tagesdatum&#8230; und vor dem Datum ein Herzchen malen  und dahinter einen Stern (Kein Witz!!) Meine Tochter hat sich jedenfalls  gekringelt vor Lachen als sie mich so fotografieren sollte, ich kam mir  selten dämlich vor und meine Kollegin glaubte, ich wollte sie veralbern, als  ich ihr das erzählte.</p>
<p>Das erste Bild wurde allerdings nicht anerkannt, weil das Blatt meine  Haare nicht berührte&#8230;*hmmmpf*&#8230;nächstes Foto, Blatt in die Haare  gesetzt, das war dann ok und ich habe meinen No-Fake-Stempel bekommen.</p>
<p>Danach hatte ich gleich ein Freundschaftsangebot von einem Mann, der laut Profil eine neue Frau für sich und eine  neue Mami für seinen zweijährigen Sohn sucht&#8230;Dem stand nun schon prinzipiell entgegen, dass ich nur Freundschaftsanfragen von Menschen entgegennehme, die ich entweder schon lange aus Foren kenne oder persönlich.</p>
<p>Immerhin habe ich es so schon auf zwei Freunde in dieser Community gebracht: eine Forenbekannte und jemand aus dem Schachverein meines Sohnes.</p>
<p>Sicherheitshalber erweiterte ich aber nun aber den Eingangstext auf meinem Profil um den Satz</p>
<p><em>Und aus gegebenem Anlass sei mir noch der Hinweis gestattet: Nein, ich bin nicht auf Männerfang!</em></p>
<p>&#8230;nur die  Walkingdame meldet sich nicht &#8230;</p>
<p>Dafür entdeckte ich einen anderen Vorteil dieser Community: hier wurden doch tatsächlich diese WWF-Sticker getauscht. Hier führte die Kontaktaufnahme zu mehr Erfolg!</p>
<p>Hochinteressant dort übrigens auch die Foren-Threads, unteren anderem:<br />
&#8220;Zeigt mir mal eure gemachten Fingernägel&#8221;<br />
&#8220;Selbstverteidigung mit Teleskopschlagstock,Reizgas oder Pfefferspray&#8221;<br />
&#8220;Darf man 6 Tage in der Woche arbeiten?&#8221;</p>
<p>Zu meiner Verblüffung fand ich in den Profilen irgendwann den Button &#8220;Heiratsantrag machen&#8221; &#8230;*huch*&#8230;das scheint ja da schnell und problemlos zu gehen. Meine weitere Schnüffelei offenbarte mir dann, dass das rein virtuell ist (gottseidank!!) und es dort sogar ein Standesamt gibt, auf dem man andere User heiraten und sich praktischerweise auch wieder scheiden lassen kann.</p>
<p>Nur mit dem walken komme ich irgendwie keinen Meter vorwärts&#8230;</p>
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		<title>Kontaktsuche (14.06.2011)</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Jun 2011 14:47:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nathalie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Nein, völlig harmlos&#8230;aber mal von Anfang an&#8230; Ich möchte gern wieder walken. Alleine kann ich mich aber nicht aufraffen, also bemühte ich eine namhafte Suchmaschine, mir zu helfen. Ich suchte nach Walking und meinem Heimatort und fand so die Anzeige einer Dame, etwas älter als ich, die in einer großen Community im Forum eine Anfrage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, völlig harmlos&#8230;aber mal von Anfang an&#8230;<br />
Ich möchte gern wieder walken. Alleine kann ich mich aber nicht<br />
aufraffen, also bemühte ich eine namhafte Suchmaschine, mir zu helfen.<br />
Ich suchte nach Walking und meinem Heimatort und fand so die Anzeige<br />
einer Dame, etwas älter als ich, die in einer großen Community im<br />
Forum eine Anfrage hinterlassen hatte, in der sie auch<br />
Mitstreiterinnen zum Walking suchte. Jut&#8230;nichts wie ran an die<br />
Kontaktaufnahme und erst einmal in dieser Community<br />
anmelden&#8230;vorsichtig mit einem nichtssagenden Nick und einem Minimum<br />
an persönlichen Angaben, zumal diese Community zuletzt dank eines<br />
Mordfalls in den Schlagzeilen war, bei dem das Opfer auch noch aus<br />
meiner Stadt kam. Foto? Lieber erst mal nicht.</p>
<p>Gleich nach der Bestätigung meiner Anmeldung fand ich 10<br />
Benachrichtigungen in meinem internen Postfach über irgendwelche<br />
Vorgänge auf dieser Seite. Ach du lieber Himmel, mal schnell in die<br />
Einstellungen und den Kram deaktivieren.</p>
<p>Rechts oben im Ticker liefen im Sekundentakt Kurzmessages der User,<br />
die sich irgendwo auf einer Art Pinnwand sammelten. Ich merkte<br />
schnell, dass die meisten User dort vom Alter her meine Kinder sein<br />
könnten und bei den meisten offenbar ziemlicher Notstand herrscht.</p>
<p>Ich stiefelte gleich durch ins Forum &#8211; ich wusste ja, was ich da<br />
wollte! -, antwortete auf die Walking-Anfrage&#8230;und wartete auf<br />
Antwort&#8230;.</p>
<p>Inzwischen sah ich mich in der Community ein wenig um. Ich stellte<br />
fest, dass ich eine Art Statusmeldung aktivieren kann. Allerdings mit<br />
der Auswahl</p>
<p>Ich suche jemanden&#8230;</p>
<p>&#8230;zum Feiern gehen (nicht wirklich)<br />
&#8230;zum Küssen üben (brauch ich nicht, kann ich schon)<br />
&#8230;über Sex zu reden (nein, der Notstand ist bei mir noch nicht ausgebrochen)<br />
&#8230;für ein Date (kein Bedarf)<br />
&#8230;um ein Bier trinken zu gehen (igitt!)<br />
&#8230;usw&#8230;</p>
<p>Aber kein ,,Suche Sportpartner (jenseits der Matratze!)&#8221;</p>
<p>Also ließ ich meinen Status dann doch lieber leer. Was die dort<br />
vertretene Männerwelt ab 40 (mein eigenes Alter erscheint dort im<br />
Profil) aber nicht daran hinderte, sich meine Seite erst einmal<br />
anzuschauen (die nun wirklich immer noch nichts hergibt). Trotzdem war<br />
die Anzahl der männlichen Besucher (sie werden angezeigt) enorm.</p>
<p>Die Dame mit dem Walken war inzwischen online, wie ich sah, reagierte<br />
aber nicht auf meine Anfrage, was mich erst ins Grübeln brachte, dann<br />
aber nicht weiter wunderte: wenn ich so misstrauisch war, dann durfte<br />
sie es doch auch sein. Kein richtiger Name bei mir, kein Bild und<br />
keinen bestanden Fake-Check. Jepp, es gibt dort einen Fake-Check!<br />
Vermutlich hätte ich an ihrer Stelle auch nicht reagiert&#8230;</p>
<p>Dafür hatte ich meine erste PN. Sie kam offenbar aus dem StarWars<br />
Universum&#8230;  der Mann stellte sich mir als hilfsbereiter Moderator<br />
vor und schenkte mir ein virtuelles Quietsche- Entchen <img class="alignnone" src="http://www.buchwurm-online.de/wcf/images/smilies/blink.png" alt="" width="17" height="17" /></p>
<p>Ich grübelte&#8230;um da etwas zu erreichen, muss also mein Foto hochladen<br />
und den Fake-Check bestehen. Wie der funktioniert, hatte mir<br />
Chewbakkas Freund ja in seiner PN erklärt: Ich muss ein Foto<br />
von mir hochladen und dann ein weiteres von mir machen lassen mit<br />
einem Zettel in der Hand auf dem meine Forendaten stehen. Das Foto<br />
schicke ich dann an die Mods und bekomme meinen grünen Stempel, dass<br />
ich kein Fake bin&#8230;*hmpf* Das mache ich dann heute Abend mal,<br />
vorausgesetzt, ich habe bis dahin raus, welche Daten auf den Zettel<br />
sollen..Nickname? richtiger Name? Ort? Egal, geht schon irgendwie&#8230;</p>
<p>Mittlerweile hatte die Anzahl meiner männlichen Profilbesucher weiter<br />
zugenommen und ich fand die nächste PN. Werner, 52, aus *drei-Dörfer-weiter* stellte sich mir vor&#8230;*kreiiiiisch*&#8230;ich hoffe, er wartet nicht wirklich auf<br />
Antwort&#8230; <img class="alignnone" src="http://www.buchwurm-online.de/wcf/images/smilies/56.gif" alt="" width="80" height="40" /></p>
<p>Ich werde mich heute Abend dann mal wieder ins Getümmel stürzen bzw.<br />
in Richtung meines eigentlichen Zieles: Kontaktaufnahme mit der<br />
walkingwilligen Dame! Mehr will ich doch da gar nicht *seuftz*</p>
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		<title>Vorgartenschmuck 11.06.2011</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Jun 2011 11:22:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nathalie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[An die Keramik-Erdmännchenherde, die ein paar Häuser weiter neben Keramik-Häschen und Keramik-Schneewittchen und Keramik-Gartenzwergen im Garten sitzt, habe ich mich inzwischen gewöhnt. Heute bot mir dann ein längerer Spaziergang erstaunliche Einblicke in die deutsche Vorgarten-Idylle. Am Haus eines Immobilienmaklers sitzen neuerdings rechts und links vom Eingang zwei ca. 1,20 m hohe graue Steindoggen. Ehrlich gesagt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An die Keramik-Erdmännchenherde, die ein paar Häuser weiter neben Keramik-Häschen und Keramik-Schneewittchen und Keramik-Gartenzwergen im Garten sitzt, habe ich mich inzwischen gewöhnt.</p>
<p>Heute bot mir dann ein längerer Spaziergang erstaunliche Einblicke in die deutsche Vorgarten-Idylle.</p>
<p>Am Haus eines Immobilienmaklers sitzen neuerdings rechts und links vom Eingang zwei ca. 1,20 m hohe graue Steindoggen. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob ich mich zwischen den beiden Biestern durchtrauen würde, aber ich will ja eh kein Haus kaufen.</p>
<p>Aber es geht auch harmloser. Igel scheinen immer noch groß im Trend zu sein. In allen Varianten, vom 1,99 Discounter-Igel bis zu gehobenen Kunsthandwerk. Von Holz über Stein bis Terrakotta und Keramik. Bei einem blieb ich stehen und wartete, ob er sich bewegt…war aber doch kein echter.</p>
<p>Ein wettergebeuteltes Terracotta-Eichhörchen sah mich vor einem anderen Haus hilfesuchend an.</p>
<p>An einem Haus stand auf  der Außenfensterbank die wetterfeste Büste einer alten Frau mit Fernrohr vor den Augen. Big-Omma is watching you!</p>
<p>Simple Gartenzwerge scheinen allerdings zunehmend aus der Mode zu kommen…</p>
<p>Es ist übrigens erstaunlich, was in diese handtuchgroßen Vorgärten vor den schmalen Reihenhäusern alles passt. Auf 2&#215;2 Quadratmetern befindet sich die obligatorische Außentreppe zur Haustür und auf ihr mindestens ein Herzlich-Willkommen-Fußabtreter, eine Blumenschale (meist mit Petunien)  und der unvermeidliche Igel, im schlimmsten Fall mit Bürsten auf dem Rücken zum Schuhe reinigen. Rechts und links neben der Treppe eine wahlweise grün oder himmelblau lackierte Holzbank, eine graue Tonne, eine grüne Tonne und eine Papiertonne, ein kleines Blumenbeet, das unbedingt mal wieder gekrautet werden müsste und in dem ein Wetterhahn, wahlweise auch ein buntes Holz-Huhn am Stock steckt und eine weitere Blumenschale.</p>
<p>Ich kann nur jedem raten: Geht mal mit offenen Augen (auf die Vorgärten eurer Nachbarn) durch die Siedlung <img src='http://www.fammats.de/MyLife/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Storys</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jun 2011 12:22:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nathalie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Inzwischen habe ich noch drei ältere Erlebnisse von mir veröffentlicht. Ihr findet diese komprimiert auch über den Button &#8220;Storys&#8221; rechts in der Navigationsleiste. Auf besonderen Wunsch von Martina habe ich dort als erstes den Weinkauf veröffentlicht Dazu noch meinen Versuch, eine Jalousie zu kaufen und unsere Erlebnisse bei der Infoveranstaltung einer weiterführenden Schule. Viel Spaß! [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Inzwischen habe ich noch drei ältere Erlebnisse von mir veröffentlicht. Ihr findet diese komprimiert auch über den Button &#8220;Storys&#8221; rechts in der Navigationsleiste.</p>
<p>Auf besonderen Wunsch von Martina habe ich dort als erstes den Weinkauf veröffentlicht <img src='http://www.fammats.de/MyLife/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Dazu noch meinen Versuch, eine Jalousie zu kaufen und unsere Erlebnisse bei der Infoveranstaltung einer weiterführenden Schule.</p>
<p>Viel Spaß!</p>
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		<title>Infoveranstaltung (03.06.2008)</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jun 2011 12:16:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nathalie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Storys]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt Veranstaltungen, die eigentlich niemand braucht, aber zu denen Eltern dann doch anstandshalber hingehen. Zum Beispiel Infoveranstaltungen der weiterführenden Schulen. Für alle, die sich damit nicht auskennen: das ist in etwa wie eine Werbeverkaufsfahrt &#8211; nur ohne Heizdecken. Da mein Sohn im Sommer in die 5. Klasse kommt und sich das Nordstadt-Gymnasium ausgewählt hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Veranstaltungen, die eigentlich niemand braucht, aber zu denen Eltern dann doch anstandshalber hingehen. Zum Beispiel Infoveranstaltungen der weiterführenden Schulen. Für alle, die sich damit nicht auskennen: das ist in etwa wie eine Werbeverkaufsfahrt &#8211; nur ohne Heizdecken.</p>
<p>Da mein Sohn im Sommer in die 5. Klasse kommt und sich das Nordstadt-Gymnasium ausgewählt hat (Entscheidungsfindung: *Mama, auf welcher Schule warst du?* &#8211; * Nordstadt-Gymnasium * &#8211; *Gut, dann geh ich da auch hin*), sind wir also zur Infoveranstaltung um 17 Uhr dort hingefahren.</p>
<p>Als erstes konnten sich die Kinder aus verschiedenenfarbigen Schul-Button einen aussuchen und dann durften wir in der Aula Platz nehmen.</p>
<p>Eröffnet wurde die Veranstaltung durch das hauseigene Orchester, das im Gegensatz zu dem dilettantischen Blockflötengedudel der Grundschule im wahrsten Sinne des Wortes wie Musik in meinen Ohren klang. Irritiert hat mich aber, dass das erste Stück die Eurovisionshymne war. Als ich darauf wartete, dass Thomas Gottschalk die Bühne betrat, ging das Orchester aber zum nächsten Stück über: *Fluch der Karibik*.</p>
<p>Tosender Applaus und dann die ersten Ansprachen, Vorstellungen&#8230;bla bla bla&#8230;</p>
<p>Es folgte ein lausiger Sketch der Theater AG, dem auch nur ein nur müder Beifall folgte.</p>
<p>Als nächstes betraten Neuntklässler mit bunten Schildern an langen Stangen die Aula. Mein Sohn sah mich fragend an: *gegen was demonstrieren die?*. Ich biss mir auf die Unterlippe.</p>
<p>Die anwesenden Kinder wurden dann mit ihren bunten Button den farblich passenden Schildern zugeordnet. Das letzte Schild war dann gleich noch der Lumpensammler, der alle Gören rekrutierte, die sich keinen Button hatten aufdrängen lassen.</p>
<p>Hätte ich auch nur annähernd geahnt, was mich danach &#8211; während unsere Kinder auf Besichtigungstour durch die Schule waren -  erwartete, hätte ich mir auch einen Button geschnappt und wäre dem letzten Schild gefolgt.</p>
<p>Wir bekamen einen einstündigen Einblick in das erste Schuljahr und erfuhren, was unsere Kinder erwarten würde. Kritisch betrachtet hätte der Inhalt in eine Viertelstunde gepasst.</p>
<p>Zum Schluss wurden wir aufgefordert, Fragen zu stellen. Dafür standen zwei Schüler mit Funkmikros an beiden Seiten der Aula bereit. Leider gibt es immer wieder Leute, die dann wirklich Fragen haben, während alle anderen schon auf ihren Stühlen rumrutschen und sich nichts sehnlicher wünschen, als endlich den Saal verlassen zu dürfen. Es kamen dann wirklich drei unglaublich dämliche Fragen (intelligente Menschen fragen während so einer Veranstaltung nichts!), die ein irritierter Direktor pflichtschuldig beantwortete.</p>
<p>Wir verließen die Aula und machten uns auf die Suche nach unseren Kindern. Irgendwann stellten wir fest, dass nur die blaue Gruppe &#8211; zu der auch mein Sohn gehörte &#8211; irgendwo noch verschollen war&#8230;</p>
<p>Ich durchstöberte die Infostände (Schülervertretung, Erste-Hilfe Gruppe, Sprachklassen, Textil- und Bastel-AGs) bis er sich angefunden hatte.</p>
<p>Ich traf sehr viele Bekannte dort. Allerdings waren es entweder Eltern auf der Suche nach ihren Kindern oder Kinder auf der Suche nach ihren Eltern. Eine Mutter meinte dann noch zu mir: *Hier war es wenigstens nicht so langweilig wie bei der Info vom Oststadt-Gymnasium* &#8211;  Großer Gott, war das da noch schlimmer??  .</p>
<p>Wir nutzten den Bratwurststand noch für ein Abendbrot &#8211; es war mittlerweile immerhin fast 19 Uhr &#8211; und traten die Heimreise an&#8230;.</p>
<p>&nbsp;</p>
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