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Tomanek

 

 

 

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Der Linie der Tomaneks zu folgen erweist sich als ausgesprochen schwierig. Während noch viele Nachfahren leben und auch für mich „greifbar“ sind, bereiten mir meine Vorfahren Kopfzerbrechen. 

Von meiner Oma war überliefert „ das waren Zigeuner aus der Pussta – Ziegenhirten“ und „Opas Vater hatte keine richtige Beerdigung, den haben Sie an der Friedhofsmauer verscharrt, weil er kein Kirchgänger war“

Inzwischen weiß ich vom Vikar der katholischen Kirche, dass Josef Georg Tomanek ein ordentliches Begräbnis hatte und kenne sogar die genaue Grabstelle. Ferner wurde er in Schädlitz bei Pleß geboren, also in Oberschlesien. Schädlitz war damals ein Gut und ein kleines zugehöriges Dorf mit ca. 300 Einwohnern. 

Seine Eltern stammten laut meinen Unterlagen - dem Stammbuch von Josef Georg Tomanek und Auguste Hohmann, ausgestellt nachträglich 1920 und der Heiratsurkunde der Beiden - ebenfalls aus Oberschlesien, sein Vater Johann Tomanek aus dem Kattowitzer Ortsteil Bogutschütz, seine Mutter Anna Labczyk ist zumindest in Zawodzie (Kattowitz) auch gestorben.

Eine Überraschung bereitete mir der Eintrag im Kirchbuch von Pleß. Dort steht steht Johann Georg als Sohn der Magd Anna, geborene Labczyk aus Lonkau, keine Erwähnung von Johann Tomanek (wie auch kein irgendwie gearteter anderer Hinweis auf den Namen Tomanek), sondern der Vermerk *Niederk. beim Einl. Georg Morawietz*. Dieser Georg war auch Taufpate von Josef Georg. Derzeit bin ich noch etwas ratlos, wie ich dies zu deuten habe.

Überliefert ist auch noch eine Reise meiner Großmutter durch den polnischen Korridor, die diese allein mit ihrer ältesten Tochter (geboren 1933) unternahm. Wann das genau war und welches das Ziel dieser Reise war, ist mir leider nicht bekannt. Möglicherweise war sie unterwegs zu den Verwandten ihres Mannes in Schlesien. Leider gibt es niemanden mehr, der mir diese Frage beantworten kann.

Die Pussta habe ich übrigens in diesem Zusammenhang noch nicht gefunden...

 

Hohmann/Haustein/Margenfeld

Ebenso ist mir ein Rätsel, was Uroma Auguste (Hohmann) mit 85 Jahren – ein Jahr vor ihrem Tod – noch dazu bewogen hat, aus der katholischen Kirche auszutreten.

Uroma Augustes Vorfahren mütterlicherseits ist derzeit die interessanteste Linie in meinen Forschungen. Über Uromas Mutter, eine geborene Haustein, geht es nach Ostpreußen – genauer gesagt nach Petersdorf – und dort in die weit verzweigte Familie Margenfeld (Marienfeld). 

Auguste hatte noch einen Bruder Anton, der ebenfalls mit den Eltern kurz vor 1900 Allenstein verlassen hat und Richtung Westen gezogen war, nachdem das Haus der Familie in Allenstein abgebrannt war. Die beiden hatten ganz offenbar noch die drei Schwestern Barbara, Elisabeth und Bertha, so geht es aus den Kirchbüchern hervor. Was aus diesen drei geworden ist, ist mir nicht bekannt. Barbara und Bertha wohnten laut Adressbuch von 1899 noch in der Bahnhofstraße 66 in Allenstein.

Bei einem Besuch bei Augustes Nichte (der Tochter von Anton) erfuhr ich, dass es zwei Anton gegeben hat (der Erste war als Kind gestorben) und dann noch, dass es noch zwei weitere Brüder von Auguste und Anton gab: Josef und Konrad Hohmann. Beide fielen  im 1. Weltkrieg. Josef starb am 10.11.1914 nach Verwundung im Stellungskrieg vor Reims in französischer Gefangenschaft und ist in Mont-de-Marsan  begraben.

 

27.09.2009