Ahnenforschung kann kurios sein (alles selbst erlebt!)...
…wenn ein bestimmter Name ausreicht, um wie ein Boxer auf den Gong zu reagieren und man dann notfalls die neben sich schwafelnden alten Tanten an der Bushaltestelle in ihrem Gespräch unterbricht und nachhakt …
…wenn der Pastor stöhnt *ich hab schon überlegt, ob ich beim nächsten Ahnenforscher einfach sage, unsere Kirchbücher sind verbrannt*..
…wenn man in jeder Tageszeitung als erstes die Familienanzeigen und die standesamtlichen Nachrichten liest, aber die Goldene Hochzeit der Großtante vergisst…
…wenn die entfernten Verwandten schon nachfragen *Wann kommst du denn bei mir vorbei, ich hab schon alles rausgesucht*, obwohl man dort noch gar keinen Besuch angekündigt oder gar in Erwägung gezogen hat…
…wenn der Sohn (3.Klasse) aus der Schule nach Hause kommt und sagt *Mama, wir sollen unsere Eltern und Oma und Opa als Stammbaum aufmalen* und du geistesabwesend nachfragst *wie viele Generationen brauchst du?*…
...wenn das Kind (15) in der Schule einen Rüffel von der Lehrerin bekommt, weil es das englische Wörterbuch nicht dabei hat - nur weil das bei Muttern auf dem Schreibtisch liegt, weil diese es für eine Mail nach Übersee brauchte…
…wenn du mit dem Gedanken spielst, deinen Mädchennamen wieder anzunehmen, um den ewigen Nachfragen der anderen Forscher zu entgehen, die sich für deinen Ehenamen interessieren, obwohl du von dem Mann längst geschieden bist und auch die Vorfahren des Verflossenen nicht erforscht…
…wenn die Romane in deinen Regalen langsam aber sicher Familienbüchern und Dorfchroniken weichen und du in Bibliotheken zielstrebig die hinterste staubige Ecke mit den Geschlechterbüchern aufsuchst…
…wenn dich bei jeder kleinen Fehlermeldung deines Computers sofort panikartig der Gedanke überfällt, wie lange die letzte Datensicherung deiner Ahnendateien zurückliegt…
…wenn die Verwandtschaft auf Geburtstagen enttäuscht ist, wenn du keine neuen Fotos oder Dokumente mitbringst…